Praxisintegrierte Studienphasen

Unser Anliegen ist es, Studieninhalte und Lehrformen mit hohem Praxisbezug zu vermitteln und deren Relevanz für die unterschiedlichen kunst- und theatertherapeutischen Arbeitsfelder kontinuierlich zu optimieren. Studienintegrierte Praktika, deren wissenschaftliche Reflexion und die Rückbindung der dort gemachten Erfahrungen an die Lehre, bilden den Kernbereich des Studiums. Alle Praktika werden supervidiert, um ein hohes Maß an Selbstreflexion zu gewährleisten.

Die HKT kooperieren mit ca. 300 Praktikumstellen im In- und Ausland, die in einer Kartei nach unterschiedlichen Kriterien (Arbeitsfeld, Ort, Struktur etc.) geführt werden. Die Auswahl und Vereinbarung der Praktika obliegt den Studierenden. Das PraktikantInnenamt unterstützt bei der Vermittlung und ist für die Genehmigung neuer Praktikumstellen und alle weiteren Formalien zuständig (Praktikumverträge, Praktikumberichte, etc.)

Umfang der Praktika in den Bachelor-Studiengängen

Für den Studienabschluss sind insgesamt mind. 600 Stunden Praktika nachzuweisen, davon mind. 100 Stunden eigenverantwortliche kunsttherapeutische Arbeit.

Hospitationen (Grundstudium)

Bereits während des Grundstudiums lernen die Studenten kunst- und theatertherapeutische Praxisfelder in ihren institutionellen Ausprägungen kennen. In diesen ca. 6-wöchigen Hospitationen setzen sie sich mit Aufgaben von kunsttherapeutischen Fachkräften in Einrichtungen auseinander, die künstlerisch, psychotherapeutisch, entwicklungsfördernd oder pädagogisch/ heilpädagogisch arbeiten. Diese Erfahrungen werden in schriftlichen Berichten festgehalten und in Lehrveranstaltungen reflektiert und diskutiert.

Praxissemester (5.Semester)

Das Praxissemester ist auf 5-6 Monate (95 Präsenztage) angelegt und wird zumeist in klinischen Einrichtungen absolviert. Die Supervision erfolgt in Kleingruppen, die von externen (d.h. nicht in anderen Lehrbereichen der HKT tätigen) DozentInnen geleitet werden. Das Praktikum ist so gestaltet, dass die im Studium erworbenen Kompetenzen zunächst unter Anleitung einer KunsttherapeutIn, im weiteren Verlauf zunehmend selbständig in die Praxis umgesetzt und angewandt werden können. Es ist darauf ausgerichtet, die Befähigung zur Ausübung der künftigen Berufsrolle im Hinblick auf interessenspezifische Arbeitsfelder zu erproben und weitgehend eigenverantwortlich fachliche Erfahrungen mit Therapieplanung und -durchführung zu sammeln. Diese werden in einem ausführlichen Praxisbericht reflektiert.

Projektpraktika

Künstlerisch-therapeutische Projekte können sehr unterschiedlichen Charakters sein. Sie werden auf Initiative von DozentInnen, StudentInnen oder beteiligter Partnerinstitutionen organisiert. Unter einer an inhaltlichen und strukturellen Vorgaben entwickelten Themenstellung oder Zielsetzung werden in verantwortlicher und entwicklungsfördernder Weise künstlerische Interaktionen initiiert und reflektiert. Die Konzeption wird jeweils mit den beteiligten Personengruppen erarbeitet.

Weitere 60 Stunden Praktikum in freier Wahl und Einteilung.